USA

Zapata Falls, San Luis, Taos, High Road to Taos

Nach dem Weckerklingeln um 6:00 Uhr geht Andreas wieder eine Runde laufen, während ich mich in der Zwischenzeit um die Nachrichten des Tages und um die Kommunikation mit den Daheimgebliebenen kümmere.

Als Andreas zurückkommt, bestätigt er einmal mehr unseren Entschluss, heute direkt von hier abzureisen. Das Laufen muss bei dem extrem stürmischen Wind ziemlich unangenehm gewesen sein.

Da das Office des Motels erst wieder um 8:00 Uhr öffnet und es vorher noch nicht mal einen Kaffee gibt (von Frühstück gar nicht zu reden…), plündern wir wieder unsere Kühlbox und werfen den Schlüssel dann bei der Abfahrt einfach in die Dropbox.

Gegen 8:00 Uhr sind wir unterwegs. Die Sanddünen hier haben uns nur mäßig beeindruckt, was sicher teilweise auch am Wetter lag. Trotzdem können wir uns gerade nicht vorstellen, dass wir irgendwann nochmal in diese Gegend kommen und beschließen deshalb, zumindest noch einen kurzen Abstecher zu den Zapata Falls zu machen, die gleich vor der Haustür liegen.

Der Trail dahin ist mit nur 1.5 Kilometern recht kurz. Die Wasserfälle sind dann allerdings auch nicht wirklich spektakulär, denn es ist alles noch gefroren. Im Sommer könnten sie durchaus hübsch sein.

Wir halten noch an einem Viewpoint mit letzten Ausblicken auf die Dünen und fahren gegen 9:00 Uhr weiter in Richtung New Mexico, wo es hoffentlich etwas wärmer sein wird.


Die Temperaturen steigen im Land of Enchantment dann tatsächlich langsam, aber der Wind nimmt nicht wirklich nicht ab. Als wir gegen 11:00 Uhr in Taos ankommen, herrschen an die 50 km/h Windgeschwindigkeit — wir fühlen uns fast ein bisschen wie in Patagonien wink

Wir legen eine Pause ein und bummeln eine Stunde durch das äußerst hübsche Städtchen. Hier hatte es uns schon bei unserem Besuch in 2012 richtg gut gefallen und wir erfreuen uns einmal mehr an der tollen Adobe-Architektur und den vielen hübschen Eingangstüren und Wandmalereien.

Als kleinen Mittagssnack teilen wir uns einen Burrito — man beachte: Andreas trinkt Cola eek


Für die Weiterfahrt nach Santa Fe begeben wir uns von hier auf die High Road to Taos. Diese führt durch viele kleine schnuckelige Örtchen und bietet tolle Ausblicke auf die umgebende Landschaft. Und wenn man die hübschen Kirchen im Adobe Stil mag, kommt man hier voll auf seine Kosten:

San Francisco De Asissi Church in Rancho de Taos:

El Santuario de Chimayo´:

Und noch viele, viele mehr:


Gegen 15:00 Uhr erreichen wir Santa Fe. Das Thermometer ist inzwischen auf 21 Grad geklettert und so langsam erreichen wir den Wohlgefühl-Bereich.

Nach der langen Fahrt steuern wir zuerst noch einen Wanderparkplatz außerhalb der Stadt an, um uns noch ein bisschen die Füße zu vertreten. In der Dale Ball Area North gibt es viele kurze Trails, die man gut miteinander verbinden kann. Nichts sonderlich Spektakuläres, aber wir laufen hier noch eine nette Runde über 90 Minuten.


Danach checken wir erstmal im Casa de Trea Lunes ein — unserer Unterkunft in Santa Fe.

Das heißt, eigentlich ist das kein richtiger Check-In, denn es gibt keine Rezeption — stattdessen haben wir im Vorfeld einen Türcode bekommen, der wie erhofft funktioniert.

Hier ist es richtig nett: wir haben einen Kamin mit vorbereitetem Feuerholz und und allem was man sonst so braucht. Uns gefällt es sehr gut und wir werden uns in dem kommenden drei Tagen hier ganz bestimmt wohl fühlen. Es gibt zwar kein Frühstück, aber in Santa Fee hat es ja Restaurants zu Hauf, so dass wir sicher auch nicht verhungern werden wink

Wir machen uns kurz frisch, räumen unsere Sachen in’s Zimmer und machen uns dann auf dem Weg zum Abendessen. Wir wollen ins Shed, was wir noch von unserem letzten Besuch in Santa Fe kennen. Als wir dort aber ankommen, wird uns eine Wartezeit von anderthalb Stunden in Aussicht gestellt.

Wir beschließen, uns auf die Wartelisten setzen zu lassen und uns dann auf einem Spaziergang durch die Stadt noch nach Alternativen umzuschauen.

Im Künstlerviertel gefällt es uns dabei mal wieder richtig gut:

Schon nach einer halben Stunde kommt dann eine SMS auf Andreas’ Handy und informiert uns, dass in 10 Minuten einen Tisch für uns bereit wäre. Das ging ja schneller als gedacht und wir müssen uns fast ein bisschen beeilen, um rechtzeitig zurück zusein.

Wir essen lecker mexikanisch und natürlich gibt es passend eine Margarita dazu:

Danach bummeln wir langsam zurück in Richtung Unterkunft, wo wir gegen 20:00 Uhr ankommen. Andreas feuert noch eben den Kamin an und wir machen uns einen gemütlichen Abend und schmieden Pläne für morgen.