USA - Südwesttour

Coral Pink Sand Dunes, Zion NP

Heute morgen heißt es nun Abschied nehmen von Page. Wir lassen es ruhig angehen, da es Christi nicht so gut geht. Ihn plagen seit 2-3 Tagen irgendwelche merkwürdigen Stiche/Bisse am ganzen Körper. Wir sind mittlerweile überzeugt davon, dass es an den Hotelbetten liegt — eine Beschwerde bringt aber nicht wirklich viel.

Beim Auschecken spreche ich das Thema nochmal an, woraufhin die Betten nochmals auf Bed Bugs geprüft werden. Angeblich wird aber nichts gefunden und die Sache wird von Hotelseite mit einem Schulterzucken abgehakt — wir bekommen nicht mal einen einzigen Cent Preisnachlass.

Das Page Boy Motel hat uns sicher das letzte Mal gesehen thumbsdown

Gegen 9:00 Uhr brechen wir dann schließlich auf. Wir werfen noch einen letzten Blick auf den Lake Powell, halten unterwegs an vielen Viewpoints und genießen einfach die tolle Landschaft, durch die wir fahren.

Mit dem Verlust einer Stunde beim Passieren der State Line zu Utah kommen wir dann gegen 12:00 an unserem ersten Zwischenziel an — dem Coral Pink Sand Dunes Park.

Eine Stunde lang stapfen wir kreuz und quer durch den tiefen Sand der Dünen, die aber nicht wirklich pinkfarben sind. Wahrscheinlich muss man dazu eher im Abendlicht hier sein, um dieses Farbspiel zu erleben.

Offiziell zugelassen im Park sind auch Motorfahrzeuge — hier sollen wohl öfters Quad-Rennen in den Dünen stattfinden. Bei unserem Besuch sehen wir allerdings keine — die angenehme Ruhe bleibt gewahrt.

Insgesamt ist das hier zwar ein netter Park, aber im Vergleich zu unseren bisherigen Erlebnissen steht er eher hinten an.


Das ändert sich schlagartig, als wir auf der Weiterfahrt in den Zion NP kommen. Dieser zieht uns mit seinen mächtigen Felsdomen und seiner Farbenpracht sofort wieder in seinen Bann und wir genießen beim Durchfahren das unglaubliche Panorama.


Am Canyon Overlook Trail halten wir — es ist hier allerdings schon sehr schwierig, einen Parkplatz zu finden. Man merkt, dass der Zion ein sehr beliebter Park ist.

Wir laufen auf dem Trail bis zum Canyon Overlook — er ist nicht lang aber da wir uns mittlerweile wieder deutlich im dreistelligen Fahrenheit-Bereich befinden, kommen wir dabei ziemlich in’s Schwitzen.


Auf der weiteren Fahrt durch den Park bekommen wir immer mehr den Eindruck von Massentourismus: Eine schier endlose Autoschlange schiebt sich über die Serpentinen und der eigentlich sehr große Parkplatz am Visitor Center ist brechend voll.

So hatten wir uns das ja nicht vorgestellt…

Wir erkundigen uns im Visitor Center nach einem kurzen Trail für den Nachmittag mit möglichst viel Schatten und der Ranger empfiehlt uns den Pa’rus Trail zum Sonnenuntergang. Das hört sich doch ganz gut an.

So fahren wir erstmal zu unserer Unterkunft und checken im Dream Catcher Inn ein. Die Zimmer sind sehr hübsch und liebevoll eingerichtet und keine Bedbugs sind zu entdecken thumbsup

Wir packen unsere Sachen aus, erfrischen uns kurz und halten etwas Siesta.


Als wir dann zum zweiten Mal aufbrechen, möchte Christi lieber dableiben — er mag nicht mal zum Essen mitgehen. Irgendwie ist das heute nicht so sein Tag und er will einfach nur seine Ruhe haben.

Also ziehen Andreas und ich alleine nochmal los. Wir essen in Springdale im Bit&Spur und fahren dann nochmal in den Park. Mittlerweile ist es 19:00 Uhr und es hat sich auf 90°F abgekühlt.

Wir fahren mit dem Shuttle zur Canyon Junction und laufen auf dem Pa’rus Trail zurück zum Campground. Kein spektakulärer Weg — sehr einfach aber ganz nett — immer entlang des Virgin River, den man unterwegs immer wieder über mehrere Brücken überquert und gerade gut als Verdauungsspaziergang geeignet.

Eine Stunde später sind wir wieder am Visitor Center und fahren zurück zum B&B. Christi hat inzwischen auch noch etwas Essbares in der Kühltasche gefunden und so lümmeln wir noch eine Weile zu dritt im Riesenbett und schauen Sitcom’s bis uns die Augen zufallen.