USA - Südwesttour

Studhorse Point, Lake Powell, Rainbow Bridge

Nach dem leichten Schlafdefizit von gestern legen wir heute einen doch ziemlich ruhigen Tag ein.

Als erstes schlafen wir mal wieder richtig aus. Gegen 9:00 Uhr kommt dann auch die Jugend aus dem Bett und nach einem schnellen „Frühstück“ im Motel, Getränke einkaufen und tanken sind wir eine Stunde später unterwegs.

Viel Zeit bleibt nicht, denn wir haben um 12:30 Uhr eine Bootsfahrt zur Rainbow Bridge gebucht. Also suchen wir uns eine Location in der Nähe aus und entscheiden uns für den Studhorse Point.

Über mehrere Dirt Roads gelangen wir — mal wieder mit einer Super Wegbeschreibung aus dem Internet — zu den Hoodoos mit den markanten Hüten.

Interessant für uns ist hier vor allem die Farbe des Gesteins. Während in der gesamten Umgebung alles in den schönsten Rot- und Orange-Tönen strahlt, ist hier ein schwaches Grün eine vorherrschende Farbe.

Wir kraxeln eine Weile zwischen den Felsen herum und Andreas klettert bis zum Canyon hinunter.

Und auch der Faszination des tollen Echos können sich die Herren der Schöpfung nicht wirklich entziehen. Da weit und breit kein Mensch ist, wird es mit allen möglichen Fantasiewörtern getestet rolleyes


Als wir alles ausgiebig begutachtet haben, ist noch etwas Zeit, die wir für einen kurzen Abstecher zur Lone Rock Beach nutzen. Ein schöner Badestrand am Lake Powell — aber es herrscht schon ziemlich viel Betrieb hier.

Andreas schwimmt eine kurze Runde und dann ist es Zeit, uns zur Marina zu begeben, wenn das Boot nicht ohne uns ablegen soll.


Wir holen die reservierten Tickets im Lake Powell Resorts ab und gehen an Bord — gerade noch rechtzeitig, um die letzten freien Plätze auf dem Oberdeck in Beschlag zu nehmen.

Mit dem „Canyon Explorer“ fahren wir dann zwei Stunden lang über den Lake Powell, genießen das Panorama und bekommen über ein Audio-System unterwegs Interessantes rund um den Lake Powell und die Rainbow Bridge in’s Ohr geflüstert.

Das farbenprächtige Panorama des Lake Powell ist offenbar nicht nur bei Touristen sondern auch bei Regisseuren sehr beliebt — u. A. wurden hier Teile von „Planet der Affen“ gedreht.

Am weißen „Badewannenring“ in den Felsen kann man übrigens sehr gut den höchsten Wasserstand erkennen, den der Lake Powell je hatte — zur Zeit enthält der Wasserspeicher für 24 Millionen Menschen deutlich zu wenig: der weiße Streifen ist etwa 25 Meter hoch.

Insgesamt schwankt der Wasserpegel des Lake Powell zwischen Sommer und Winter jedes Jahr um etwa 15 Meter.

Nach reichlich zwei Stunden Fahrt kommen wir dann in den Bridge Canyon und legen mit dem Schiff an.

Wir haben etwas mehr als eine Stunde Zeit, um den kurzen Weg bis zur Rainbow Bridge und zurück zu laufen — was wirklich ausreichend genug ist.

Im Vorfeld hatten wir da ja so unsere Bedenken…

Schon nach der ersten Kurve kann man sie sehen und läuft dann geradewegs darauf zu. Nach 15 Minuten stehen wir unter dem Wunderwerk der Natur und staunen. Mit 84 Metern Spannweite und 88 Metern Höhe ist die Rainbow Bridge die größte natürliche Steinbrücke der Welt.

Aber nicht nur die gewaltige Größe, sondern auch ihre fast perfekte Formgebung und die landschaftliche Umgebung machen ihren besonderen Reiz aus und von vielen wird sie als eines der größten Naturwunder angesehen.

Für die Navajos ist sie dagegen ein Heiligtum — nach einer indianischen Legende stellt sie einen zu Stein gewordenen Regenbogen dar, durch den sich Navajos vor einer Sintflut retteten.


Auf der Rückfahrt legt sich der Kapitän mächtig in’s Zeug, um uns trocken wieder an Land zu bringen — die ganze Zeit hängt drohend eine dunkle Wolke über uns und es weht eine „steife Brise“. Aber mehr als ein paar Tropfen kommen nicht herunter — die Regenzeit in der Wüste eben wink

Zurück im Hotel dann das übliche Abendprogramm: fix duschen und ab zum Essen — diesmal gehen wir zu Bonkers — etwas teurer aber sehr gut!