Hawaii

Oahu: Ostküste

An unserem letzten Tag auf Oahu haben wir uns noch einmal für die Nordostküste entschieden. Zum einen ist da ja der abgebrochene Crouching Lion Trail, der an uns nagt und zum anderen gibt es noch einige Highlights unterwegs, die wir auf unserer Runde am Dienstag aus Zeitmangel und wegen des Wetters auslassen mussten.

Wir starten wie gewohnt früh: um 6:30 Uhr haben wir gefrühstückt und sind abfahrbereit. Heute müssen wir allerdings erst noch tanken, denn die Reserveleuchte ist angegangen. Wir können das Auto zwar morgen leer bei Alamo zurückgeben, aber der restliche Sprit wird für die heutige Runde wohl nicht ausreichen. Wir schütten nochmal für 20 Dollar Benzin in den Tank — das ist mehr als genug und wir müssen morgen nicht auf den letzten Tropfen fahren.


Den ersten Stopp legen wir am National Cemetery of the Pacific im Punchbowl Crater ein — einem der größten Militärfriedhöfe der USA. Hier sind mehr als 37.000 Soldaten beerdigt — unter anderem von den Kriegen in Korea, Vietnam und dem zweiten Weltkrieg.

Außerdem gibt es von hier oben tolle Rundumblicke auf Honolulu und den Diamond Head.


Als nächstes fahren wir zum Crouching Lion Trail, denn mit dem haben wir ja noch eine Rechnung offen. Diesmal nehmen wir vom Parkplatz aus gesehen den zweiten Aufstieg, denn den ersten kennen wir ja schon.

Auch dieser Aufstieg ist ziemlich steil und der Boden ist recht glatt vom Regen der letzten Tage. Wir müssen also wieder ordentlich aufpassen wo wir hintreten — aber es gibt zum Glück überall genug Wurzeln und Äste zum Festhalten.

So kommen wir schließlich mit viel Kraxelei irgendwann oben an:

Die Aussicht ist leider recht trüb und wolkenverhangen.

Und zu allem Überfluss fängt es — kaum dass wir oben für fünf Minuten verschnaufen — ziemlich an zu regnen. Keinerlei Möglichkeit sich irgendwo unterzustellen, und keiner dieser typischen kurzen Schauer, die nach zwei Minuten wieder vorbei sind.

Also müssen wir wohl oder übel schauen, dass wir schnell wieder nach unten kommen, bevor der Weg völlig unpassierbar wird.

Aber auch so wird er schon zur reinsten Schlitterpartie — es fühlt sich an, als würden wir über Schmierseife laufen.

Auch die Wurzeln und Äste, an den wir uns festklammern, sind mit der Zeit genauso klatschnass wie wir und bieten damit nicht mehr richtig Halt. Und so kommt es wie es kommen muss: Irgendwann liege ich im Schlamm und fluche nur so vor mich hin. Zum Glück passiert aber nichts, was eine Waschmaschine nicht wieder in Ordnung bringen könnte…

Jedenfalls sind wir heilfroh, als wir gegen 10:30 Uhr endlich wieder unten sind. Wir trocknen uns halbwegs und versuchen, beim Einsteigen nicht das komplette Auto einzusauen, was mehr oder weniger gut gelingt wink

Es regnet immer noch und wir überlegen, was wir nun als nächstes anstellen sollen. Erstmal weiterfahren, das wird schon wieder besser werden — war ja vorgestern auch so. Und im Allgemeinen weiß man ja von Hawaii, dass so ein Regen normalerweise auch recht schnell wieder vorbei ist.

Nicht so heute. Wir fahren bis Kahuku und es regnet und regnet und regnet. Also steigen wir erstmal bei Giovanni’s Food Truck aus — dort hat man wenigstens ein provisorisches Dach über dem Kopf — und holen uns ein paar der superleckeren Knofi-Shrimps. Die waren beim letzten Mal einfach so gut, dass wir daran nicht vorbeifahren können.


Ein Blick auf die Wetterkarte zeigt uns dann, dass wir trockenes Wetter heute im Norden wohl leider vergeblich suchen. Es hat sich so richtig schön eingeregnet und der Himmel ist ein einziges konturenloses Grau. Also entscheiden wir uns, wieder umzukehren und im Süden nach der Sonne zu suchen.

Am Polynesian Culture Center halten wir unterwegs noch kurz an und laufen eine Runde durch den Market Place. Aber irgendwie ist uns das hier alles ein bisschen zu touristisch und zu kitschig.

Dafür halten wir noch einmal bei Tropical Farms und probieren uns durch die verschiedenen Sorten Macadamia Nüsse wink


Zurück in Waikiki scheint dann tatsächlich die Sonne. Wir springen kurz unter die Dusche, um den ganzen Schlamm vom Crouching Lion Trail loszuwerden und starten dann ein völlig entspanntes Nachmittagsprogramm mit einem Bummel durch Waikiki.

Erst laufen wir am Beach entlang und beobachten dort eine Weile das bunte Treiben.

Später genehmigen wir uns einen Cocktail am Beach und ein Stück leckeren Käsekuchen in der Cheesecake Factory.

Dann schlendern wir langsam zu unserer Unterkunft zurück und holen uns unterwegs noch ein wenig Obst für’s Frühstück und Sushi für’s Abendessen.


Am Abend gehen wir schließlich noch einmal zur Show am großen Banyan Tree, wo uns die wunderbare Atmosphäre mit Strand, Palmen, Sonnenuntergang und Hula erneut in ihren Bann zieht.