Hawaii

HNL-LAX-MUC-STR

Pünktlich um 4:00 Uhr klingelt das Telefon — der Weckanruf vom Hotel, der das endgültige Ende des Urlaubs besiegelt. Nach der kurzen Nacht tun wir uns mächtig schwer mit dem Aufstehen — zum Glück klingelt nach einer Viertelstunde zur Sicherheit noch einmal das iPhone…

Eine Stunde später sitzen wir im Airport Shuttle und erreichen den Flughafen nach 10 Minuten. Hier müssen wir mit dem Gepäck zuerst durch die Agriculture Inspection. Das ist neu für uns — hatten wir bisher auch noch nicht.

Die Gepäckaufgabe bei United erfolgt dann mal wieder am Automaten — aber darin sind wir ja mittlerweile Profis wink.

Das Online einchecken hat gestern leider nicht funktioniert, da man bei United dafür eine App benötigt, die den Reisepass einscannen kann. So müssen wir uns auch noch unsere Boardingpässe abholen. Dann sind aber alle Formalitäten erledigt und wir können uns bei Starbucks noch geschwind etwas zum Frühstücken besorgen. Das kostet zwar mal wieder ein halbes Vermögen, aber da es auf dem knapp 6-stündigen United Flug wohl nichts zu essen geben wird, und die Alternative nur Burger King heißt, müssen wir wohl in den sauren Apfel beißen…

Während wir am Gate auf das Boarding warten, trifft eine Email von der Lufthansa ein: Unser Weiterflug von LAX nach MUC wird sich aller Voraussicht nach um drei Stunden verspäten. Eine halbe Stunde später kommt die nächste Email: Jetzt sind es bereits vier Stunden Verspätung und wir wurden auf einen anderen Flug von MUC nach STR umgebucht. So ein Mist. Als ob der Flug nicht schon lange genug wäre upset


United überrascht uns dann sehr positiv. Nicht nur, dass es entgegen unserer Befürchtung nicht eiskalt wie im Gefrierfach ist — es gibt sogar Decken und immer wieder kostenlose alkoholfreie Getränke und ein paar Kekse unterwegs. Absolut kein Vergleich mit dem Hinflug mit Air Canada. Auch der Sitzabstand ist für die sechs Stunden ganz erträglich und so kommen wir halbwegs ausgeruht in Los Angeles an.

Da wir aufgrund der angekündigten Verspätung mit einer satten Entschädigung rechnen — laut Fluggastrecht stehen uns 600 Euro pro Person zu — zögern wir nicht lange und gehen direkt zur Admiral’s Lounge, wo wir uns jeder einen Tagespass für 60 USD kaufen. Dort ist es nämlich für die nächsten Stunden ganz gut auszuhalten: Es gibt kostenlose Snacks und Drinks, man kann duschen, in bequemen Ledersesseln lümmeln, sich massieren lassen, den Computer benutzen…

Die Wartezeit geht auf diese Weise recht schnell vorbei und irgendwann sitzen wir dann tatsächlich im Flieger nach MUC. Unsere Exit-Plätze bescheren uns ausreichend Beinfreiheit und es gelingt uns unterwegs tatsächlich ein paar Stunden zu schlafen.

Der LH-Flug von MUC nach STR, auf den wir umgebucht wurden, hat später auch nochmal eine Viertelstunde Verspätung und wir sind froh, als wir endlich gegen 20:30 Uhr Ortszeit auf der Landebahn im Schwabenländle aufsetzen. Doch wenn wir erwartet haben, jetzt schnell in’s Auto zu springen und heim zu fahren, werden wir schwer enttäuscht:

Da es den Anschein hat, als würde ein Gewitter aufziehen, hat das Bodenpersonal des Flughafens komplett die Arbeit eingestellt und wir müssen alle im Flugzeug sitzen bleiben. Es sind keine Busse da und der Flughafen erteilt keine Genehmigung, das Flugzeug zu verlassen.

Und da sitzen wir nun und warten und warten und keiner weiß irgend was. Eine halbe Stunde, eine Stunde, 90 Minuten…

Zum Glück hält unser Aloha noch ein bisschen an, so dass wir die Situation recht gelassen nehmen können. Das gelingt aber leider nicht bei allen Mitreisenden — wie so oft gibt es auch einen Idioten an Bord, der ziemlich ausfällig wird und die Stewardessen beschimpft, die ja nun am allerwenigsten dafür können…

Fast zwei Stunden müssen wir auf dem Rollfeld stehen bleiben, bis der Flughafen endlich das Signal gibt, dass wir das Flugzeug verlassen dürfen.

Stan, unser treuer Freund, hat derweil die ganze Zeit im Auto vor dem Flughafen auf uns gewartet bussi Ohne ihn wäre das wahrscheinlich heute etwas schwierig geworden mit dem Heimkommen: Während der ganzen Wartezeit sind nämlich 14 weitere Flugzeuge gelandet und das Gedränge sowohl an den beiden Gepäckbändern als auch am Taxistand ist enorm — und das noch am Feiertag, wo die S-Bahnen nur recht eingeschränkt fahren.

So können wir uns irgendwann ziemlich erschöpft auf den Rücksitz seines Autos fallen lassen und sind schließlich nach über 30 Stunden gegen 23:30 Uhr zu Hause. Totmüde schmeißen wir nur noch schnell eine Waschmaschine an und fallen dann sofort in’s Bett.

Morgen früh geht es dann direkt wieder in’s Büro — unsere bewährte Art, den Jetlag zu bekämpfen.

Und dann können wir ja langsam mal anfangen, über den nächsten Urlaub nachzudenken wave