Hawaii

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Nach monatelanger Vorfreude klingelt heute um 6:00 Uhr endlich der Wecker, um den Urlaubsstart einzuläuten. Dabei wäre das gar nicht nötig gewesen, denn unsere innere Uhr funktioniert perfekt und hat uns schon ein paar Minuten vorher aus dem Schlaf geholt.

Die Koffer sind bereits fertig gepackt und auch eingecheckt sind wir schon seit gestern Nachmittag. So bleibt nur noch Blumen gießen, ein schnelles Omelett in die Pfanne werfen und die wichtigsten Dinge noch einmal kontrollieren. Und dann kann es auch schon losgehen.

Eva — unser zuverlässiges Privattaxi wink — erscheint gewohnt pünktlich um 7:30 Uhr. Natürlich haben wir mal wieder viel zu reichlich Zeit eingeplant, aber ich kann halt einfach nicht anders. Den Urlaub gleich mit Hektik zu beginnen, würde mir den Start ziemlich vermiesen…

Über die freie Autobahn sind wir 20 Minuten später am Flughafen. Wir geben unsere Koffer ab und fragen noch nach Exit-Plätzen für den Flug von Vancouver nach Honolulu — hier war online nämlich keine Platzauswahl möglich.

Leider sind jedoch die Plätze am Notausgang alle schon belegt.

Naja, wenigstens auf dem längsten Flug von Frankfurt nach Vancouver haben wir uns im Vorfeld Plätze mit mehr Beinfreiheit gesichert.

Nach gefühlt zehn Runden durch den gesamten Flughafen, einem Cappuccino und einem Piccolo gehen wir durch die Security und müssen dann nur noch 30 Minuten bis zum Boarding totschlagen.

Der erste Flug nach Frankfurt ist eigentlich nur ein kurzer Hüpfer. Kaum haben wir abgehoben, leitet der Pilot auch schon wieder den Sinkflug ein.

In Frankfurt haben wir dann zwei Stunden Aufenthalt, die recht schnell vergehen. Wir halten an einer Bar noch einen netten Schwatz mit einem Kanadier und dann startet auch schon das zweite Boarding. Unsere Plätze direkt hinter der Premium Economy sind toll. Wir können uns richtig ausstrecken und haben mehr als genug Platz, auch wenn der Sitz zwischen uns nicht wie erhofft frei bleibt.

Wir starten mit 30 Minuten Verspätung, aber der Pilot verspricht, dass er das bis zur Ankunft in Vancouver wieder aufholen wird.

Das erste Essen bietet die übliche Wahl zwischen Chicken und Pasta und wir entscheiden uns beide für die Hühner. Durchaus essbar für ein Flugzeugmenü in der Holzklasse, aber wir hatten auch schon deutlich bessere Qualität. Dafür gibt es reichlich Auswahl an Getränken und nach einem Absacker lassen wir uns erstmal für eine Runde in die Kissen sinken.

Die Zeit vergeht trotz Nickerchen, Bordprogramm und Hörbuch ziemlich schleppend und der Flug zieht sich wie Kaugummi.

Gegen später gibt es dann noch einmal etwas zum Essen. Relativ einfallslos steht wieder Chicken oder Pasta zur Auswahl und wir geben den Hühnern noch eine zweite Chance. Hunger haben wir zwar eigentlich überhaupt nicht, aber beim Essen vergeht die Zeit zumindest etwas und der Pudding, den es als Nachtisch gibt, ist ganz lecker.


In Vancouver sind wir dann zunächst etwas irritiert. Bei der Gepäckaufgabe in Stuttgart wurde uns nämlich gesagt, dass wir unsere Koffer hier abholen und neu aufgeben müssten. Die Stewardessen an Bord meinen jedoch, das Gepäck würde komplett durchgecheckt. So folgen wir wie alle anderen einfach den Schildern zur den USA Connection Flights, gehen durch die Security, erledigen die Einreise am Automaten und hoffen, dass unsere Koffer dann in Honolulu auch wirklich ankommen.

Am Gate fragen wir noch einmal nach Exit-Plätzen und bekommen diese jetzt zum Aufpreis von 45 € in der ersten Reihe hinter der Business Class angeboten. Das nehmen wir in der Hoffnung auf etwas Schlaf an und bekommen nach dem Durchziehen der Kreditkarte neue Boardingpässe ausgehändigt.

An Bord des Air Canada Fluges lernen wir dann jedoch den Lufthansa-Comfort wieder etwas mehr zu schätzen: Es ist eiskalt im Flieger, es gibt weder Decken, noch Inseat-Entertainment oder auch nur irgendetwas kostenloses zu essen oder zu trinken auf dem sechsstündigen Flug. Hätten wir nicht wohlweislich noch eine Flasche Wasser und jeder eine extra Fleecejacke im Handgepäck, wäre das echt bitter. Und der Extrapreis für die Plätze hat sich auch nicht wirklich gelohnt — beim nächsten Mal wissen wir es besser.


Gegen 21:00 Uhr Ortszeit setzen wir schließlich nach einer verdammt langen und doch etwas anstrengenden Anreise endlich auf hawaiianischem Boden auf. Zum Glück ist jetzt keine Security und Immigration mehr erforderlich und wir können direkt zum Gepäckband durchgehen, wo unsere Koffer nicht lange auf sich warten lassen.

Auch der Shuttle zu Alamo kommt recht fix und am Schalter herrscht gähnende Leere.

So können wir zügig unsere Papiere in Empfang nehmen und uns in der Choiceline einen Wagen aussuchen.

Wir entscheiden uns für einen nagelneuen Hyundai, der gerade mal 674 Meilen auf dem Tacho hat.

Die Fahrt bis nach Waikiki dauert dann nur reichlich 20 Minuten und der Self-Checkin in unser Vacation Rental klappt völlig problemlos. Wir inspizieren ganz kurz unsere Suite im 18. Stock der Waikiki Park Heights. Alles ist zu unserer Zufriedenheit — hier werden wir in den nächsten sechs Tagen wohnen:


Wir räumen unsere Sachen grob ein und anschließend kann uns nichts und niemand mehr auf den Beinen halten.

Gegen 23:00 Uhr versinken wir in unseren Betten.

Mal schauen, wieviel Stunden Schlaf uns der Jetlag in der ersten Nacht genehmigen wird…

Gute Nacht, Waikiki goodnight